Die Darmsanierung beim Hund


27 May
27May

Was zerstört die Darmflora beim unseren Hunden?

1. Antibiotika

Antibiotika haben eine immer eine negative Auswirkung auf die Darmflora bei allen Säugetieren. Diese zielen zwar darauf ab, schädliche Bakterien abzutöten, erwischen aber auch die nützlichen. Für die Millionen von Darmbakterien bedeutet eine Antibiotikatherapie somit  das Ende ihrer Lebenszeit und für den Darm und das Immunsystem eine Katastrophe. Je länger und höher dosiert die Antibiotika eingenommen werden, desto weniger Darmbakterien werden überleben. Ein Darm ohne Darmflora kann aber nicht funktionieren. Schwere Durchfälle, Verstopfungen, Magen-Darm-Krämpfe und starke Pilzinfektionen sind kurzfristige Folgen einer Antibiotikatherapie. Wird der Darm nicht schleunigst wieder aufgebaut, können sich langfristige und manifeste Krankheitsbilder ausbilden. Antibiotika sind Fluch und Segen zugleich. Sie können zwar Leben retten und sind in einigen Fällen unausweichliche Hilfsmittel, werden heutzutage jedoch insbesondere von Tierärzten deutlich zu schnell und ohne weitere Aufklärung verschrieben. Auch die Darmgesundheit und der Wiederaufbau der Darmflora nach einer Behandlung sprechen nur die wenigsten Tierärzte an, da solches bekanntlich auch nicht gelehrt wird. Nach jeder Behandlung mit Antibiotika sollte der Darm wiederaufgebaut werden, um weitere Nachteile für das Tier zu verhindern.

2. Wurmkuren

Nach einer chemischen Wurmkur benötigt der Darm deines Hundes  eine gewisse Zeit, um sich wieder vollständig aufzubauen. Chemische Wurmkuren sollen unerwünschte Würmer und andere Parasiten in deinem Vierbeiner abtöten. Sie sind jedoch auch eine Belastung für die Darmflora und können diese aus dem Gleichgewicht bringen.  Hier findest du einen hilfreichen und umfassenden Ratgeber zum Thema Wurmkur beim HundViele Tierärzte empfehlen, Hunde und Katzen alle drei Monate zu entwurmen, ein Humanmediziner käme nie auch nur im Ansatz auf eine solche Idee. Meist wird dann noch zusammen mit einem Impftermin eine Wurmkur durchgeführt, womit die Keule gleich zweimal auf das arme Tier, resp. seinen Darm schlägt. Geht ein Hundebesitzer dieser Empfehlung nach, kann sich das auf die Darmgesundheit katastrophal auswirken. Es ist ratsam vom Tierarzt erst den Untersuch einer Kotprobe zu verlangen und nur bei einem Befall eine Wurmkur durchzuführen, um den Schaden so gering wie möglich zu halten, denn die Durchführung einer Darmsanierung verlangt vom Tierbesitzer einiges an Disziplin. Aber auch natürliche, schadstofffreie Mittel können den Hundedarm dauerhaft von Parasiten freihalten. Kuren mit Kokosöl, Kürbiskernöl, frischem Knoblauch oder auch Kurkuma haben sich bewährt und sind frei von Nebenwirkungen.

Nach jeder chemischen Wurmkur sollte zwingend eine Darmsanierung erfolgen.

3. Impfungen

Impfungen sind sowohl bei Mensch als auch beim Tier ein umstrittenes Thema. Meist wird bei Tier auch noch auf Teufel komm raus geimpft, um die verlässlichste Einnahmequelle der Tierärzte nicht zu gefährden. Impfungen können Leben retten, jedoch haben diese sehr oft Begleitstoffe, wie verschiedene Schwermetalle wie Quecksilber und Formaldehyd, die der Körper erst einmal wieder ausscheiden muss. Während das Immunsystem mit der Abwehr verschiedenster toter und halbtoter Erreger beschäftigt ist, müssen die Entgiftungsorgane alle möglichen chemischen Begleitstoffe herausfiltern und wieder ausscheiden. Schwermetalle könne die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen und dies ist ausserdem zum Zeitpunkt, wo sich das Immunsystem mit dem Impfstoff auseinandersetzt eher kontraproduktiv. Eine Darmsanierung nach einer Impfung ist immer sinnvoll, wenn nicht ein Muss, um den geschwächten Körper des Tieres wieder aufzubauen.

4. Krankheiten

Jede Erkrankung verlangt dem Körper ein Höchstmass an Arbeit ab. Die Abwehr von Viren und Bakterien, die Bereitstellung des Immunsystems und der Wiederaufbau geschädigter Körperpartien verbrauchen viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Waren die Vitalstoffspeicher aufgrund einer jahrelangen schlechten Ernährung relativ leer, und wird während der Erkrankung nicht zusätzlich supplementiert, dann dauert die Erkrankung deutlich länger und greift die körpereigenen Reserven viel stärker an. Besonders der Darm, als Sitz des Immunsystems, wird beansprucht und je nach Vorgeschichte stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach jeder Erkrankung sollte der Darm wiederaufgebaut werden. Je länger die Erkrankung anhält, desto intensiver sollte der Darm saniert werden.

3 Schritte zur Darmsanierung

Hochwertige Ernährung und ein ausgeglichener Alltag bilden das Grundgerüst eines gesunden Hundedarms. Ist der Darm jedoch bereits vorgeschädigt, sollte er unbedingt durch zusätzliche Maßnahmen unterstützt werden. Dabei sollte die Darmsanierung in drei Schritten erfolgen:

1. Ernährungsumstellung

Die Grundlage eines gesunden Darms ist die passende Ernährung. Damit diverse Mittelchen zur Unterstützung der Darmflora auch helfen können, muss die Ernährung stimmen. Wurde dein Schützling viele Jahre lang mit schlechtem, konventionellen Futter ernährt, sollte das neue Futter langsam eingeführt werden, um den Darm daran zu gewöhnen. Am besten wird die Ernährung schonend innerhalb eines Monats umgestellt, indem du das neue Futter langsam unter das alte mischst. Eine Verträglichkeitsprüfung bei einem dafür ausgebildeten Tierheilpraktiker kann helfen allfällige Unverträglichkeiten zu erkennen.

2. Darmreinigung

Häufig bleiben klebrige Kotstücke und mikroskopisch kleine Überbleibsel von Medikamenten an den Darmwänden kleben. Damit der Darm sauber wird, eignet sich eine Kur mit Zeolith und Flohsamenschalen am besten. Zeolith ist ein besonderes Mineralgestein. Es ist in der Lage, Giftstoffe, Medikamentenreste und Schwermetalle an sich zu binden und mit dem Stuhl auszuleiten. Flohsamenschalen sind die Schalen der indischen Flohsamen und bestehen beinahe zu 100 Prozent aus Ballaststoffen. Sie quellen mit Wasser um das 50-fache ihres Eigengewichts auf und bilden eine große, glibberige Masse. Diese Masse hüllt den gesamten Darm ein und nimmt alles mit, was sich dort festgesetzt hat. Zeolith und Flohsamenschalen bilden eine perfekte Symbiose. Beide werden mit ausreichend Wasser angerührt und können zusammen übers Futter eingenommen werden. Empfehlenswert ist eine halbjährige Kur von 6 – 8 Wochen und immer nach Medikamentengaben, Wurmkuren, Impfungen und Erkrankungen.

Dosierung Zeolith:

Du solltest täglich 0,02 % des Körpergewichts deines Lieblings verabreichen. Der Mindestabstand bei der Einnahme zu anderen Medikamenten sollte mindestens 1 Stunde betragen, da Zeolith eine bindende Wirkung hat. (Dosierungsanweisung des Herstellers beachten)

Dosierung Flohsamenschalen:

Täglich 1/4 bis 1 TL je nach Gewicht und Verträglichkeit (Dosierungsanweisung des Herstellers beachten)Die Anwendung sollte zweimal täglich erfolgen, da sowohl Zeolith, als auch Flohsamenschalen bei zu wenig Wassergabe eine Verstopfung auslösen können. Flohsamenschalen sollten mit der 10-fachen Wassermenge aufquellen, bevor sie ins Futter gemischt werden. Achte darauf, dass dein Vierbeiner während der Behandlung immer ausreichend trinkt. Auch Trockenfutter sollte währenddessen tabu sein.

3. Wiederaufbau der Darmflora


Probiotika sind Lebensmittel, die wichtige Milchsäurebakterien enthalten oder auch fertige Präparate, die die wichtigsten Bakterienstämme enthalten und mit der Nahrung aufgenommen werden können. Gute probiotische Lebensmittel sind Sauerkraut und Joghurt. Fertige Präparate sind in Pulverform, als Kapsel oder in flüssiger Form erhältlich. Werden diese täglich eingenommen, kann der Darm schnellstmöglich mit den passenden Bakterien rückbesiedelt werden. Probiotika sollten täglich, und je nach Zustand des Darms, über einen Zeitraum von 8 Wochen bis hin zu 6 Monaten eingenommen werden. Tipp: Die probiotischen Inhaltsstoffe in Floratur EM helfen den guten Darmbakterien dabei, sich zu vermehren. Dagegen werden die schädlichen Darmbakterien gebunden und durch den Kot ausgeschieden. Somit kommt die Darmaktivität deines Vierbeiners wieder auf Vordermann. Wichtig zu wissen ist, dass die wertvollen Bakterien sich nur dann dauerhaft ansiedeln können, wenn durch die richtige Ernährung ein Darmmilieu geschaffen wird, in welchem sie sich wohlfühlen und auch Nahrung finden.

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